Kannten sich Michelangelo und Leonardo?

Kannten sich Michelangelo und Leonardo?

Kannten sich Michelangelo und Leonardo?

 Florenz war und ist nach wie vor die weltweit bedeutendste „Kunststadt“. Diese Region war die Wiege der Renaissance und hat die Malerei auf Leinwand und in Öl revolutioniert. 

Zwei der weltweit bekannten und berühmten Protagonisten dieser künstlerischen „Disziplinen“ waren Michelangelo und Leonardo. Der eine war der Gegenspieler des anderen. Der andere provozierte den ersten. Ein Kampf der Titanen, der bis heute Anlass zu Fragen und Diskussionen gibt. 

Wer waren Michelangelo Buonarroti und Leonardo da Vinci? Ein charakterstarker Kampf, der in der Toskana um die „künstlerische Vorherrschaft“ in der Stadt Florenz ausgetragen wurde. 

In ihrem Leben finden wir Historiker, die den einen als Visionär und den anderen als Feindseligen einstufen. Andere bezeichnen den einen als Genie und den anderen als Talent. Wir ordnen sie ein wenig wie Batman und den Joker ein. Ihre Rivalität trieb sie dazu an, über sich hinauszuwachsen. Das Ziel ihrer Herausforderung war es, sich zu übertreffen, und das geht nicht ohne einen würdigen Gegenspieler. 

Kannten sich Michelangelo und Leonardo?

 

Um euch nicht auf die Folter zu spannen, beantworten wir diese Frage gleich: Kannten sich Michelangelo und Leonardo? Ja! Sie kannten sich, aber sie mochten sich ganz sicher nicht. Ihre Geschichte begann zunächst mit einem Wettstreit um den „Ruhm“.

 

 Leonardo da Vinci wurde nämlich in Vinci geboren, einer Gemeinde in der Nähe von Florenz. Schon dies schürte den Wunsch der Florentiner nach einem herausragenden Künstler. Michelangelo Buonarroti hingegen stammte aus Caprese, in der Hauptstadt, also Rom. 

Der eine war im Königreich der Toskana äußerst berühmt, der andere hingegen war der Lieblingsbildhauer des Vatikans, der zur Wiege der Kunst und Kultur werden wollte, um den Ruhm des Christentums zu mehren. Der Ruhm der beiden stand also in direktem Gegensatz zueinander. 

Allerdings muss man sagen, dass Florenz mitten in der Renaissance einen größeren Bekanntheitsgrad hatte als Rom. Letzteres hatte keineswegs die Absicht zu behaupten, dass nur die florentinischen Künstler die besten auf ihrem Gebiet seien. 

Letztendlich lief, wenn wir die Realität jener Zeit analysieren, alles auf politische und wirtschaftliche Macht hinaus. 

Kommen wir zurück zu der einzigen und bizarren Begegnung zwischen Michelangelo und Leonardo da Vinci. Wir müssen sagen, dass sie bizarr war, weil sich die beiden, obwohl sie diesen Wettstreit um den „Ruhm“ geführt hatten, noch nie begegnet waren. 

Michelangelo schlenderte durch Florenz, auf der Hauptstraße, die „pubblica via“ genannt wurde, und war gerade dabei, mit einer Gruppe von Männern über eine Stelle bei Dante zu sprechen. Die Debatte dauerte Stunden um Stunden, und Leonardo, der zufällig vorbeikam, bemerkte die hitzige Diskussion und schaltete sich ein. Die beiden erkannten sich, denn damals stellte man sich vor, bevor man an einer Diskussion teilnahm. 

Von da an eskalierte die Situation. Da es sich nicht um ein offizielles Treffen handelte, ging man immer davon aus, dass es sich um eine Legende handelte. 

Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass sich die beiden tatsächlich kennengelernt haben? 

Heute gibt es schriftliche Zeugnisse über die Begegnung zwischen dem Marmorkünstler und dem visionären Genie. 

Tatsächlich kehrte Michelangelo nach der „legendären Diskussion“ auf der Straße buchstäblich wütend in seine Unterkunft zurück. Er begann, über alles zu sprechen, was ihm an Leonardo da Vinci nicht gefiel, mit unflätigen Worten und Ähnlichem. Einer seiner Freunde hielt in einigen Briefen und Nachrichten an seinen Cousin fest, was geschehen war. 

Eine ähnliche Situation ereignete sich im Haus von Leonardo da Vinci, wo einer seiner Schüler, ein Schreiber, beschloss, diese Begegnung so niederzuschreiben, wie sie ihm erzählt worden war. Ein Bericht, der anschließend an den Bischof von „Florenz“ geschickt wurde. 

Nicht nur das: Es wurden sogar drei Schriften einiger florentinischer Adliger gefunden, die dem verbalen Streit auf der Straße beiwohnten und ihn anschließend aus ihrer Sicht Freunden und Verwandten schilderten. 

Eine herrliche toskanische Legende, die mehr als nur einen Funken Wahrheit enthält.

 

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